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Zusammenfassung der Gedenkstättenfahrt „Schein und Wirklichkeit“ nach Dachau/München (16.–21.06.2026)
Vom 16. bis 21. Juni 2026 nahmen 19 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 21 Jahren an der sechstägigen Bildungs- und Gedenkstättenfahrt „Schein und Wirklichkeit“ nach München und Dachau teil. Organisiert wurde die Fahrt vom Westfalia Bildungszentrum e.V. aus Dortmund. Ziel des Projekts war es, junge Menschen für die Themen Holocaust, Antisemitismus, Diskriminierung, Propaganda und die Bedeutung demokratischer Werte zu sensibilisieren.
Im Mittelpunkt standen der Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau sowie des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Ergänzt wurde das Programm durch eine Stadterkundung zum Nationalsozialismus in München mit Besuch der sogenannten „Bösen Bauten“, eine Diskussionsrunde zum Thema Propaganda in der NS-Zeit sowie einen gemeinsam mit Mitgliedern des IDIZEM e.V. durchgeführten Outdoor-Workshop zu NS-Propaganda und Realität am Beispiel der Winter-Olympiade 1936 in Garmisch-Partenkirchen und deren Aufarbeitung bis heute. Durch Führungen, Workshops und tägliche Gesprächsrunden setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit den Verbrechen des NS-Regimes, den Mechanismen von Propaganda sowie den Folgen von Verdrängung und Ausgrenzung auseinander. Ihre Eindrücke und Erlebnisse hielten sie fortlaufend in einem Reisetagebuch fest, das im Anschluss zu einer digitalen Version zusammengeführt und über die Homepage des Vereins sowie soziale Netzwerke veröffentlicht wird.
Ziel des Projekts war es, das historische Wissen der Teilnehmenden zu erweitern, Empathie und Verantwortungsbewusstsein zu stärken sowie sie zu ermutigen, sich aktiv gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung einzusetzen. Anhand der gesellschaftlichen Entwicklung seit Ende des Zweiten Weltkriegs, insbesondere am Beispiel der friedlichen Wende 1989, wurde den jungen Menschen zudem aufgezeigt, dass gewaltloser, gemeinschaftlicher Einsatz Wege in Freiheit und Demokratie eröffnen kann. Durch die Begegnung mit historischen Orten und Bildungsinitiativen wurden die Teilnehmenden motiviert, ihre Erfahrungen weiterzugeben und sich für eine offene und vielfältige Gesellschaft einzubringen.
Für alle Beteiligten war die Gedenkstättenfahrt „Schein und Wirklichkeit“ eine eindrucksvolle und nachhaltige Erfahrung – ein Beispiel dafür, wie internationale Bildungsfahrten historisches Lernen, interkulturellen Austausch und demokratische Bildung miteinander verbinden.
Wann?
Vom 16. bis 21. Juni 2026
Wer?
19 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 21 Jahren
